Feucht-Fröhlicher Frühschoppen fideler Fanfarenbläser in Eltville

Als am Samstag Abend die Wettervorhersage nach der Tagesschau angeschaut wurde, war eines leider klar: Es wird keinen weiteren Auftritt im „goldenen Oktober“ geben. Und am Morgen des 6. Oktober war es auch gewiss: Nass-kaltes Wetter empfing die 25 Musikerinnen und Musiker an der Schiffanlegestelle in Eltville – und außer den Weinstandbetreibern war keine Menschenseele an der schön gelegenen Rheinpromenade anwesend. Natürlich bereiteten sich die Aktiven des Vereins auf den Auftritt vor und pünktlich um 11 Uhr war der erste Ton gespielt.
Spektakulär, was nun passierte: Innerhalb von Minuten füllten sich die rund 15 Meter zwischen Weinstand und Bühne mit Besuchergruppen. Und diese zeigten sich von ihrer sonnigsten Seite! Nach für die Auftrittsart typischem Liedgut aus Märschen, Walzer und Polkas wechselte Bernd Schneider, der neue Dirigent des Vereins, zu bekannten Schlagermelodien. Und aus dem Hintergrund hörte man lautstark „ANITAAAA“ oder „HOSSA!“ zur Musik singen.
Ein riesiges Erlebnis, dass sich wechselseitig auch auf die Wiesbadener Taunusmusikanten übertrug, die nun noch mehr selbst mitschunkelten, sangen und einfach Spass an diesem Auftritt hatten, der sich zu Beginn doch so anderes anfühlte. Statt der geplanten zwei Stunden wurden noch weitere 30 Minuten unter „Zugabe“-Rufen und „Einer geht noch“-Gesängen angehängt. Bei der Welt-Ur-Aufführung des „Abba in Concert“-Medleys, dem vorletzten Stück des Auftritts, klatschte das hörbar begeisterte Publikum sogar zwei Mal zum Zwischenapplaus während des Stücks. Nachdem einige Visitenkarten und Kontaktadressen mit einigen Besuchern ausgetauscht wurden, war dann ein sehr angenehmer Morgen, der nur noch vom Wetter hätte etwas besser gestaltet werden können, wieder vorbei.
Zünftig geht es zum letztem Mal am kommenden Samstag auf dem Oktoberfest in Wiesbaden-Breckenheim zu, bevor es intensiv an die dem Wetter angepasste Vorbereitung der Weihnachtsauftritte geht.