Feuerwehrfest in Ober-Walluf

Da ist man schon mal bei der Feuerwehr – aber auch die können oder wollen nicht jeden Brand löschen! In diesem Fall war es ein „wollen“, denn wer möchte schon gegen den herrlichen „Brand“ der Sonne dieser Tage vorgehen? Nach Monaten der Wetter-Tristesse endlich echtes Sommerwetter – genau richtig zum Frühschoppen auf dem Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr aus Ober-Walluf. Nach 2007 waren erneut die Wiesbadener Taunusmusikanten eingeladen worden das Publikum aus ihrem reichhaltigen Repertoire zu unterhalten.
Glockenschlag 10.30 Uhr versammelten sich 34 Musiküsse auf dem noch im arbeitsamen Aufbau-Treiben befindlichen Festgelände und sahen die Bühne: „Das reicht nicht – wir sind fast doppelt so viele seit dem letzten Auftritt hier von 2007“, so die schnelle Feststellung. Aber flexibel, wie der Verein nun mal ist, wird vor, links und rechts von der Bühne das Gelände in Beschlag genommen, die Instrumente aufgebaut und schnell gestimmt – man will ja pünktlich sein.
Mit dem Fliegermarsch wurden die Gäste zünftig begrüßt und der ein oder andere klatschte ab dem ersten Takt bereits eifrig und gut gelaunt im Rhythmus mit. Damit keine Zweifel an der Repertoire-Vielfalt aufkommen konnten, übernahm sofort das „A-Team“ die Kontrolle über das Fest. Der Dirigent Bernd Schneider zog alle Registerkarten und verabschiedete die Musikerinnen und Musiker nach etwa 2 Stunden Programm mit der „Blues Brothers Revue“ – das Stück, dass 2007 am gleichen Ort uraufgeführt wurde – in eine kurze Essenspause.
Nach Spanferkel, Spießbraten und Currywurst übernahm Karsten Schindler das Zepter für Bernd Schneider, der beruflich zu einer Konzertreise nach Luxemburg aufbrechen musste, und führte unter warmem Applaus für die heiße Musik aus Dixieland und Rock-Stücken den Auftritt zu einem runden Ende.
Um 14 Uhr hieß es dann zwar nicht „Wasser marsch“, aber auch der „Abmarsch“ vom Frühschoppen bleibt mit sehr tollen und angenehmen Erinnerungen im Gedächtnis. Weiter geht es für die Wiesbadener Taunusmusikanten dann nach der Sommerpause, in der weiterhin fleißig geübt wird, auf der Nordenstadter Kerb im August.