Probenwochenende in Oberwesel

Frühjahr im Kalender und allerorts beginnt der Frühjahrsputz. Bei den Taunusmusikanten beginnt das Früjahr traditionsgemäß mit der Jahreshauptversammlung. Andere bringen Ordnung in ihr Heim, wir Ordnung in unseren Verein (der aber auch vorher schon glänzte). Nachdem das vergangene und äusserst erfolgreiche Jahr 2007 noch einmal durch den Bericht des Vorstands in Erinnerung gerufen wurde, standen die Vorstandswahlen an. Sämtliche zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das ist auch kein Wunder, steht der Verein doch so gut da, wie in der gesamten Vereinsgeschichte noch niemals zuvor. Sieben Schüler befinden sich in vereinseigener Ausbildung, sechs neue Musiker konnten im vergangenen Jahr in den Reihen des Musikvereines eine neue musikalische Heimat finden, acht neue unterstützende Mitglieder konnten gewonnen werden, 22 Auftritte über das Rhein-Main-Gebiet hinweg bis nach Frankreich standen auf den Auftrittslisten der Spieler, und mit 34 Musikern und Musikerinnen feierten die Taunusmusikanten auf dem Sternschnuppenmarkt einen neuen Spieler-Rekord. Durch die stetige und qualifizierte Ausbildung wurde das Repertoire der Taunusmusikanten vielfältiger, die Spielleute in ihren musikalischen Fähigkeiten weiter voran gebracht und nicht zuletzt stimmt dabei auch noch die Stimmung im Verein!
Der neue und alte Vorstand setzt sich also wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Wolfgang Baldinger, 2.Vorsitzender Karsten Schindler, Schriftführerin Daniela Göller, Kassenwartin Gerlinde Schindler, Inventarverwalter Steffen Schindler, Mitgliedswart Stefan Skolik sowie die beiden Beisitzer Sonja Köttgen und Achim Schneider.

Allerdings noch nicht mal eine Woche später ging die Vorbereitung für die Auftritts-Saison 2008 los. Im Jugendgästehaus in Oberwesel fanden sich 24 Musikerinnen und Musiker des Musikvereines am vergangenen Freitag zum Probenwochenende ein. Auf dem Programm standen ein Medley des Kult-Komponisten Klaus Doldinger, sowie der lustige Gassenhauer von Hubert von Goisern und seinen Alpinkatzen „Koa Hiatamadl“. Mit dem Medley von Klaus Doldinger hatte man sich jedoch einen ganz schönen „Brocken“ mitgenommen. Für alle die mit dem Namen nichts anfangen können hier ein kleiner Hinweis: „Das Boot“, „Tatort“, „Die unendliche Geschichte“ und „Ein Fall für Zwei“ wären ohne diesen Mann nicht das was sie wären. Klaus Doldinger zeichnet sich für deren Filmmusiken verantwortlich, Titel, die jedem der sie hört nicht mehr aus dem Ohr gehen. Das Medley „Klaus Doldinger“ nimmt sich eben genau die Titel aus diesen Serien vor… und das auf hohem Niveau.
Gemäß dem Motto „Fördern duch Fordern“ schreckt so etwas die Taunusmusikanten aber nicht ab. Äusserst intensiv wurden sowohl als gesamte Gruppe, aber auch getrennt in kleineren Gruppen, die verschiedenen Stellen dieses Werkes erarbeitet. Und der Erfolg kann sich sehen lassen. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades konnte am Sonntag sogar eine erste Aufnahme des gesamten Medleys erfolgen, ein Fortschritt mit dem wohl keiner gerechnet hat. „Koa Hiatamadl“ war im Vergleich dazu eher eine Entspannungsübung. Aber eine gut klingende!

Das Probenwochenende in Oberwesel war der Beginn einer weitreichenden Vorbereitung auf ein ganz aussergewöhnliches Konzert. Gegen Ende des Jahres wollen sich die Taunusmusikanten nämlich einmal von einer ganz anderen Seite zeigen, als sie es bisher taten. In der evangelischen Kirche in Nordenstadt soll die Akustik und das Ambiente des Gotteshauses dazu genutzt werden ein Klangerlebnis für die Zuhörer entstehen zu lassen. Nicht die fetzigen Rock-Pop Stücke des Ensembles bilden hier also den Programmschwerpunkt, sondern eben die klanggewaltigen, konzertanten Stücke des Musikvereines. Die Filmmusiken zu „Braveheart“, „Wir waren Helden“, „Star Wars“, „Star Trek: Raumschiff Enterprise“ aber auch klassische Werke wie „Also sprach Zarathustra“ oder „Mars“ aus der Planetensuite von Gustav Holst werden zu hören sein.
Ein Erlebnis auf das sich die Musiker schon freuen, und hoffentlich auch viele Zuschauer freuen werden.