„Nach der Kerb“ ist vor den Oktoberfesten. Ein ganz Besonderes stand heute in der Seniorenresidenz „Villa Kursana“ in Wiesbaden an. Im feinen Eingang mit geschwungener Rundtreppe nahmen am Donnerstag Mittag 20 vorfreudige Taunusmusikantinnen und Taunusmusikanten ihren Platz ein und bespielten gleich zwei Räume gleichzeitig.
Die Residenz lud zu ihrem Oktoberfest ein – bei Brezeln, Weißwurst und Bier waren rund 50 Bewohner der Einladung gefolgt und nahmen an ihren Tischen Platz. Und was nun folgte war lustig, heiter und berührend zugleich. Mehrere Polonaisen zogen durch die untere Tage des Hauses, sei es aus eigener Kraft oder mit Rolator oder Betreuerin! Man spürte die Lust aurf diesen Nachmittag eindrucksvoll. Es wurde getanzt und geschunkelt, aber auch die eine oder andere Träne vergossen – nur aus Freude, wie uns mehrfach versichert wurde. In jedem Fall spürte man dankbare Herzlichkeit, die zu traditionellen Klängen wie dem „Böhmischen Traum“ oder dem Landler-Potpourri „Weiß-Blau“ erklangen. Doch wirklich das Tanzbein wurde dann zu den Dixieland-Klassikern „Ain’t she sweet“ oder „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ geschwungen. Glenn Millers „In the mood“ ließ Aufschreie der Freude durch den Saal gellen und die eingeforderte Zugabe musste sogar auf vielfachen Wunsch nochmals wiederholt werden.
Eine Dame forderte die Aufmerksamkeit ein, um uns lautstark „Ihr seid ne tolle Truppe“ zu wünschen. Beim Rausgehen nach dem Auftritt wurden wir immer wieder zur Seite genommen und uns herzlich gedankt. Eine Dame sagte, dass sie seit 5 Jahren dort wohne, aber so eine Stimmung habe sie noch nie erlebt!
Und ganz ehrlich: Mehr als das, kann man nicht erreichen – und das geht fast nur mit Musik!
Mit dem Abbau öffnete dann der Himmel seine Schleusen – das waren ganz sicher aber nun Tränen des Bedauerns, weil dieser tolle Nachmittag so schnell zu Ende ging! KaSch