{"id":9285,"date":"2007-12-28T00:00:58","date_gmt":"2007-12-27T23:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taunusmusikanten.de\/?p=9285"},"modified":"2017-09-03T10:54:43","modified_gmt":"2017-09-03T08:54:43","slug":"spass-am-musizieren-steht-ganz-obenan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.taunusmusikanten.de\/?p=9285","title":{"rendered":"Spa\u00df am Musizieren steht ganz obenan"},"content":{"rendered":"<div id=\"heading2\">Die Wiesbadener Taunusmusikanten begeistern mit Lebendigkeit und Spielwitz<\/div>\n<p>Wenn die Wiesbadener Taunusmusikanten auf der B\u00fchne stehen, werden aus zwei Stunden mal ganz schnell vier. Denn sie verbinden Qualit\u00e4t und Anspruch derart begeisternd mit Lebendigkeit und Spielwitz, dass die Zuh\u00f6rer sich die H\u00e4nde beinahe wund klatschen und die Musiker partout nicht gehen lassen wollen.<\/p>\n<p>Von Birgit Weidner<\/p>\n<p>Dies h\u00e4tten sie auf dem Wallauer Feuerwehrfest (Anmerkung durch die Taunusmusikanten: Es war das Feuerwehrfest in Oberwalluf) erlebt, erz\u00e4hlt der musikalische Leiter und zweite Vorsitzende, Karsten Schindler, sehr angetan. Das sei ein tolles Gef\u00fchl gewesen. Oder k\u00fcrzlich auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt. Da h\u00e4tten sie es doch tats\u00e4chlich mit Weihnachtsliedern geschafft, die Zuh\u00f6rer zu Zugabe-Rufen zu bringen. Ob es auch an den Elchgeweihen und Adventskr\u00e4nzen auf dem Kopf lag? K\u00f6nnte sein, denn auch dies ist Ausdruck ihrer Freude an der Musik.<br \/>\nDenn bei den 1975 gegr\u00fcndeten Taunusmusikanten, die aus dem Orchester der fr\u00fcheren Freiwilligen Feuerwehr Nordenstadt hervorgingen, stehe der Spa\u00df an der Musik an erster Stelle, nicht die Pflicht. Auch wird nicht einfach nur vom Blatt gespielt. Nein, bei ihnen w\u00fcrde man lernen, betont Schindler, wie man Musik mache. Dazu geh\u00f6re das Erlernen von Noten, der Atemtechnik, der Rhythmik, einfach alles. Ausbildung werde ganz gro\u00df geschrieben, Nachwuchssorgen habe der 100 Mitglieder starke Verein &#8211; davon 36 Aktive im Alter von elf bis 75 &#8211; keine, Verst\u00e4rkung bei Tuba, Posaune oder Tenorhorn w\u00fcrde dennoch gerne gesehen. Immerhin zehn junge Leute erlernten gerade Trompete, Klarinette oder Saxofon. Mindestens zwei Jahre lang erhielten sie qualifizierten Gruppenunterricht, bevor sie im Orchester mitspielen.<br \/>\nAber auch die \u00e4lteren Musiker dr\u00fccken noch die &#8222;Notenbank&#8220; in Sachen Weiterbildung. Externe Ausbilder, Workshops, das j\u00e4hrliche Probenwochenende, ganz neu die Marschproben oder auch die w\u00f6chentlichen Proben im Delkenheimer B\u00fcrgerhaus sorgen daf\u00fcr, dass die Musiker nicht auf dem derzeitigen Stand stehen blieben, gibt der 27-j\u00e4hrige Dirigent preis. Da kommt wohl auch etwas der Lehrer durch, denn Karsten Schindler studiert in Frankfurt Musik und Sport f\u00fcrs Lehramt.<br \/>\nWas ihm Musik bedeute? Sie sei ein riesengro\u00dfer Ausdruck von Gef\u00fchlen. Und das Sch\u00f6ne als Dirigent sei, dass man sich selbst w\u00fcnschen k\u00f6nne, wie ein Musikst\u00fcck klingen soll. Man k\u00f6nne es selbst gestalten, k\u00f6nne das Notenwerk zu seinem St\u00fcck machen. Und das 95 St\u00fccke umfassende Repertoire ist vielseitig. Bei Rock, Dixie, Schlager, Swing, Balladen, Spanischem, Polka, Marsch, Walzer, Tango, Weihnachtlichem und Kirmes-Liedern bleiben wohl keine Musikw\u00fcnsche offen, 20 bis 25 bezahlte Auftritte j\u00e4hrlich sprechen f\u00fcr sich. Au\u00dferdem sorgen sie bei Kerben f\u00fcr Stimmung, treten bei der Fastnacht auf, bei Hochzeiten, kirchlichen Feierlichkeiten oder spielen St\u00e4ndchen. &#8222;G\u00e4nsehaut pur&#8220;, so Schindler, sei auch das Konzert im Erbenheimer B\u00fcrgerhaus zum 30-j\u00e4hrigen Vereinsbestehen gewesen. Eigens wegen ihnen seien die Zuh\u00f6rer gekommen, also keine Musikuntermalung. Bei &#8222;Don\u00b4t cry for me Argentina&#8220; h\u00e4tten \u00fcber 80 Leute auf der B\u00fchne gestanden. Unvorstellbar, dass die Taunusmusikanten schon mal am Boden lagen.<br \/>\nDoch im Jahre 2000 gab es den gro\u00dfen Crash, erinnert sich Schindler. Der halbe Vorstand trat zur\u00fcck, sieben aktive Musiker blieben \u00fcbrig. Sie zogen sich komplett zur\u00fcck, um dann zwei Jahre sp\u00e4ter unter Schindlers Zepter und mit entr\u00fcmpeltem Repertoire den Siegeszug anzutreten. Auch intern. Die freundschaftliche Vereins-Atmosph\u00e4re habe schon Ehen und Freunde gestiftet, man treffe sich auch au\u00dferhalb der Proben und l\u00f6se schon mal gemeinsam das R\u00e4tsel des seltsamen Tenorhorn-Klanges. Instrument umgedreht &#8211; und heraus schneite das Konfetti.<\/p>\n<p>Artikel erschien im &#8222;Wiesbadener Tagblatt&#8220; am 28.12.2007.<br \/>\nText: Birgit Weider, Fotos: Uwe Stotz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wiesbadener Taunusmusikanten begeistern mit Lebendigkeit und Spielwitz Wenn die Wiesbadener Taunusmusikanten auf der B\u00fchne stehen, werden aus zwei Stunden mal ganz schnell vier. 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