{"id":9514,"date":"2010-04-04T18:28:48","date_gmt":"2010-04-04T16:28:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taunusmusikanten.de\/?p=9514"},"modified":"2017-09-19T18:32:13","modified_gmt":"2017-09-19T16:32:13","slug":"die-oboe-schnarro-romantico","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.taunusmusikanten.de\/?p=9514","title":{"rendered":"Die Oboe: Schnarro Romantico"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zuerst einmal zum Technischen:<\/strong><\/p>\n<p>Hautbois, der franz\u00f6sische Name des Instruments, bedeutet so viel wie \u201ehoch klingendes Holzinstrument\u201c und ist als Bezeichnung f\u00fcr eine Art Schalmei bereits im 15. Jahrhundert belegt, ab 1750 dann vermehrt in der eingedeutschten Form Hoboe. Diese wurde ihrerseits im Lauf des 19. Jahrhunderts vom heute allgemein gebr\u00e4uchlichen Namen Oboe verdr\u00e4ngt. Die Tonerzeugung geschieht mit einem Doppelrohrblatt, das zwischen die nach innen gew\u00f6lbten Lippen genommen und durch das mit hohem Druck hindurchgeblasen wird. Im Korpus der Oboe wird der Ton nach dem Prinzip der stehenden Welle in einem Instrumentenrohr erzeugt. Es bildet sich eine schwingende Lufts\u00e4ule. Mit dem \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen der Klappen wird die L\u00e4nge der schwingenden Lufts\u00e4ule und somit deren Wellenl\u00e4nge ver\u00e4ndert: der Ton wird h\u00f6her oder tiefer. Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, dass die Oboe besonders schwer zu spielen sei. Etwa f\u00fchrte das Guinness Buch der Rekorde von 1989 die Oboe als neben dem Horn schwierigstes Instrument auf!<\/p>\n<p><strong>Und jetzt zum wahren Leben:<\/strong><\/p>\n<p>Die Oboe (bei uns auch z\u00e4rtlich Ob\u00f6\u00f6\u00f6 genannt) ist zu Recht weiblich, denn sie kann eine wahre Zicke sein!!! Der Korpus vertr\u00e4gt keine Temperaturschwankungen (das edle Holz kann leicht rei\u00dfen) und der Ton steht und f\u00e4llt mit einem guten Doppelrohrblatt. Hier verwenden viele Spieler sehr viel Zeit darauf und&nbsp; bauen sich zumeist ihre Rohre selbst und schaben und feilen bis zur (vermeintlichen) Perfektion. Profis sagen, dass man mindestens 3 Jahre braucht, um \u00fcberhaupt einen sch\u00f6nen Ton aus einer Oboe zu bekommen. Kritiker sagen, dass das aus der Oboe nie m\u00f6glich ist\u2026 Durch das schwingende Doppelrohrblatt ist der Klang der menschlichen Stimme (den Stimmb\u00e4ndern) sehr \u00e4hnlich. Die Oboe hat &nbsp;einen unverwechselbaren, nasalen, manchmal schnarrenden Klang und polarisiert dadurch sehr. Aber nicht ohne Grund wird sie in der Musik an besonders romantischen Stellen (sowohl in der Klassik als auch in der Popmusik) eingesetzt \u2013 sie transportiert viel Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>Seit 2014 wird die (allererste) Oboe (der Taunusmusikanten \u00fcberhaupt) in der Bl\u00e4serklasse eingesetzt \u2013 und hat auch schon einmal einen Einsatz im Hauptorchester bei einem Konzert gehabt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst einmal zum Technischen: Hautbois, der franz\u00f6sische Name des Instruments, bedeutet so viel wie \u201ehoch klingendes Holzinstrument\u201c und ist als Bezeichnung f\u00fcr eine Art Schalmei bereits im 15. Jahrhundert belegt, ab 1750 dann vermehrt in der eingedeutschten Form Hoboe. Diese wurde ihrerseits im Lauf des 19. Jahrhunderts vom heute allgemein gebr\u00e4uchlichen Namen Oboe verdr\u00e4ngt. 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