Peter

Ich bin mit 10 Jahren zur Blasmusik gekommen: ein Freund hatte begonnen, Flügelhorn zu lernen, und ich wollte gerne mitmachen. Mein Vater, ein ehemaliger Musiker (Klarinettist), war erst nicht so begeistert. Er hatte Bedenken, dass ich dann in die professionelle Musik ‚abgleiten‘ könnte, was er nicht wollte. Ein ‚richtiger‘ Beruf war ihm lieber. Schließlich stimmte er aber zu, und ich begann Stunden in einem Posaunenchor der evangelischen Kirche zu nehmen. Daher kommt heute noch eine gewisse Vorliebe für die Kirchenmusik.
Später trat ich dann zusätzlich in ein ‚weltliches‘ Orchester ein, was eine große Umstellung war. Nicht nur von der Musik her, auch die Notation war neu, da die Kirchenmusik keine transponierende Notation kennt. Ich musste also vor allem erst mal theoretische Dinge ’nachlernen‘.
Im Lauf der Zeit sind die Instrumente dann immer größer geworden. Da ich es auf dem Flügelhorn nie zu einem echten Könner gebracht habe, stieg ich zunächst auf Tenorhorn um und wurde vor 30 Jahren Mitglied bei den Ländchesmusikanten in Wallau.
Nach vielen Jahren wechselte ich dann zur Bass-Tuba. Damit hatte ich ein Instrument gefunden, das mir außerordentlich Spaß macht.
Eine Zeitlang versuchte ich mich auch auf der Posaune. Leider bekam ich Probleme mit den Zähnen, was das ‚Aus‘ für jeden Blechbläser bedeutet. So begann ich auf der Klarinette meines Vaters zu probieren, nahm noch mal Unterricht bei einem Klarinettenlehrer und anschließend am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz. Mittlerweile spiele ich im Hauptorchester der Taunusmusikanten die 2./3. Klarinette, was mir viel Spaß macht.
Besonders gefällt mir das moderne Programm der Taunusmusikanten, das Engagement der Mitglieder, die Kameradschaft und die positive Stimmung im Orchester. Und das, obwohl ich nun mal mehr zu den Senioren gehöre, was aber bei den Taunusmusikanten keine Rolle spielt.
Viel Freude macht auch unsere kleine Klezmer-Combo (2 Klarinetten mit Klavier), mit der wir bei Veranstaltungen in der Nordenstädter evang. Kirchengemeinde auftreten.