ChOrchester – Das Konzert

Am Samstag, den 5. Dezember, präsentierten die Wiesbadener Taunusmusikanten und der Gesangverein Wallau mit „ChOrchester“ ein musikalisches Erlebnis der ganz besonderen Art. Bereits kurz nach Einlass waren alle Sitzplätze in der evangelischen Kirche in Wallau besetzt. Pünktlich um 19 Uhr marschierte der vor wenigen Monaten vom Gesangverein Wallau ins Leben gerufene Projektchor (unter der Leitung von Burkhard Keiper) zu den Klängen von „Rock my Soul“ ein. Dabei wurden sie von den Taunusmusikanten von ihren Instrumenten tatkräftig unterstützt. Damit war bereits zu Beginn des Konzerts klar: Heute wird alles ein bisschen anders als bei einem gewöhnlichen Konzert.
Nach der Einleitung durch den Projektchor, der mit dem Everly Brothers-Klassiker „All I have to do is dream“, dem romantischen „Only you“ und mit dem Gospel „Deep in my soul“ das Publikum zum Mitwippen brachte, leitete der Moderator des Abends, Steffen Schindler, gekonnt zum nächsten Programmpunkt über.
Das Lernorchester der Wiesbadener Taunusmusikanten und des Musikzug Wallau unter der Leitung von Maren Pauler zeigte, dass auch Instrumental-Anfänger mit viel Fleiß und noch mehr Spaß an der Musik in wenigen Monaten zu einem richtigen Orchester zusammenwachsen können. Unter großem Applaus präsentierten sie ein Medley der britischen Rockgruppe „Queen“, gefolgt von einer swingenden Neuinterpretation des Rock’n’Roll-Klassikers „Shake, Rattle and Roll“, „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ und abschließend dem Beatles-Hit „Hey Jude“.
Nach kurzer Umbaupause zeigte dann der Projektchor noch einmal sein Können mit dem weihnachtlichen „Maria durch ein Dornwald ging“ und dem Traditional „Bind us together“. Zum Abschluss der ersten Hälfte des Konzerts wurde mit Unterstützung von E-Bass, Gitarre, Schlagzeug, Trompete und Klavier der Jackie-Wilson-Klassiker „Higher and Higher“ vorgetragen, der das Publikum zum Mitklatschen animierte.

In einer kurzen Pause konnten sich die Zuschauer dann bei Glühwein und Brezeln auf den zweiten Teil freuen, der von den Wiesbadener Taunusmusikanten unter der Leitung von Karsten Schindler mit dem James Last-Hit „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ eingeläutet wurde. Dabei wurde das morgendliche Erwachen nicht nur musikalisch, sondern mit der Unterstützung von Mechthild Fuhr auch schauspielerisch dargestellt.Der zweite Beitrag nach der Pause war nicht nur für das Publikum, sondern auch für einen großen Teil der Akteure eine Überraschung: Getreu nach dem Motto „ChOrchester“ zeigten sechs Taunusmusikanten, dass sie nicht nur ihr Instrument beherrschen, sondern auch stimmlich mithalten können und stimmten das A-Capella-Stück „Seven Bridges Road“ von den Eagles an, was zu großen Beifallsstürmen führte. Weiter ging es mit den Taunusmusikanten und der Titelmelodie der Fernsehserie „A-Team“ sowie einem Medley des deutschen Komponisten und Arrangeurs Bert Kämpfert. Um die große Bandbreite ihres Repertoires zu präsentieren, folgten nach diesen schwungvollen Stücken das eher andächtige „A gift of a Thistle“ aus dem Film „Braveheart“ und ein stimmungsvolles Medley der schwedischen Popgruppe „ABBA“. Aber auch die klassische Musik durfte an diesem Abend mit seinem musikalisch weit gefächerten Programm nicht fehlen und so rundeten die Taunusmusikanten ihren Auftritt mit dem Stück „Ungarischer Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms ab.
 
Dabei musste der musikalische Leiter Karsten Schindler sein ganzes Können als Dirigent aufbieten, um gleichzeitig die Musiker und das mitklatschende Publikum mit dem Taktstock unter Kontrolle zu halten.
Danach leitete der gemischte Chor des Gesangverein Wallau mit dem Stück „Das Tal in den Bergen“ von Bepi de Marzi, gepaart mit jeder Menge Gänsehaut bei den Zuhörern, das Finale ein. Zusammen mit dem Projektchor wurde anschließend die „Hymne an die Zukunft“ von Udo Jürgens angestimmt. Abschließend hatte sich nun das ChOrchester vollends auf der Bühne formiert, und gemeinsam spielten und sangen alle Akteure des Abends den Choral „Mansions of the Lord“ aus dem Film „Wir waren Helden“. Dies sollte ein würdiger Abschied eines wundervollen Abends werden – doch ohne eine Zugabe ging es natürlich nicht. So wurde gemeinsam mit den Besuchern das Weihnachtslied „Rudolph the red-nosed Reindeer“ angestimmt. Doch auch damit war das Publikum noch nicht zufrieden gestellt und unter tosendem Applaus erklang zum endgültigen Abschied das „Trompeten-Echo“.
Nach zweieinhalb Stunden musikalischen Hochgenusses endete damit das „ChOrchester“ und hinterließ nicht nur stolze Musiker und Sänger, sondern auch ein zufriedenes und fasziniertes Publikum – in freudiger Erwartung auf weitere Konzerte der teilnehmenden Vereine.