Stefanie

Hallo!

Ich bin die Steffi und musikalisch – wie in vielen anderen Dingen – ein Spätzünder… 😉

Natürlich habe ich die obligatorische Schulblockflöte gelernt und zwischen 10 und 15 auch Klavier am Konservatorium, aber obwohl ich eigentlich nicht unmusikalisch war, so musste ich doch zum Üben eher „gezwungen“ werden, bis meine Eltern es dann aufgaben und der Klavierunterricht gekündigt wurde.

Dann habe ich mich die nächsten 10 Jahre anderen Hobbys gewidmet, wie z.B. dem Reiten und Jazztanz. Erst durch meinen damaligen Freund habe ich dann im Alter von ca. 25 Jahren zur Vereinsmusik gefunden. Er war Spieler beim Fanfarenzug in Bodenheim und ich war keine 3 Monate Mitglied, da wurde ich auch schon zur Schriftführerin gewählt und habe natürlich auch aktiv mitgemacht. Erst nur als Fahnen- und Standartenträger bei Umzügen, irgendwann habe ich dann mit Lyra angefangen (ein Blasinstrument konnte ich mir damals nicht vorstellen und Lyra war mir noch am klavierähnlichsten)…. Zusätzlich spielte ich noch Marschbecken im Palatinatian Drum Corps.

Aufgrund unterschiedlicher Interessen und Zielsetzungen haben wir im Jahr 2000 bei dem Fanfarenzug aufgehört und nach einem Jahr Pause dann beim Musikverein Nordenstadt angefangen. Dort spielte ich zunächst die Bass Drum, aber auf die Dauer fehlte mir dabei einfach die „Melodie“. Und so versuchte ich mich 2002 dann doch mal an einem Blasinstrument.

Eigentlich habe ich mit einem Bariton geliebäugelt, aber die waren besetzt und man brauchte noch dringend Marching Hörner (diese sehen aus wie zu groß gewordene Flügelhörner) und so habe ich dann letztendlich – nach vielen Instrumenten – „mein“ Instrument gefunden – das Horn! Jedoch ist das Marching Horn nur eine „Kompromisslösung“ für Marching Brass Bands, deren Trichter alle nach vorne gerichtet sind und somit kommt es auch nicht an den Klang eines echten Waldhornes ran. Und in den hatte ich mich schon länger verliebt.

Als ich dann 2006 beim Musikverein Nordenstadt aufhörte, habe ich erst mal ein halbes Jahr pausiert, aber es juckte ganz gehörig in den Fingern, so dass ich dann die Chance ergriffen habe, bei den Taunusmusikanten endlich ein Waldhorn zu spielen. Dieses Instrument wird auch „Glücksspirale“ genannt, weil die Töne viel dichter, als z. Bsp. bei der Trompete beieinander liegen und das Treffen der Töne manchmal „Glückssache“ ist! 😉

Als wäre das noch nicht genug, so habe ich dann, als die Erwachsenen-Bläserklasse gegründet wurde, im Alter von 44 Jahren noch mal mit einem neuen Instrument angefangen und mir dabei die Oboe ausgesucht. Es hätte mir eigentlich eine Warnung sein müssen… Als ich dem Oboenverkäufer erzählte, dass ich eigentlich Waldhorn spiele, meinte er, ich hätte dann wohl ein hohes Level an Frustrationsbedarf! 🙂
Seit ich die Oboe spiele, mir die Finger verknote und auch das Hirn, habe ich ein Ahnung, was er gemeint haben könnte. Von der sensiblen Stimmung, bei der Millimeterveränderungen am Doppelrohrblatt schon zu großen Tonschwankungen führen können, mal ganz zu schweigen. Aber auch wenn die Oboe eine kleine (große?) Zicke ist – ich geb nicht auf! 🙂

Ich würde mich aber sehr freuen, wenn ich an beiden Instrumenten bald nicht mehr alleine wäre!