Kerb mit Musik und Sonnenschein

In Wallau, da ist Kerb! Und so eröffneten die Wiesbadener Taunusmusikanten am Sonntag pünktlich um 11 Uhr den Gottesdienst, der unter dem, wie Pfarrer Hofmann freimütig gestand, „geliehenen“ Motto „Wir geben ihrer Zukunft ein Zuhause“ stand. Das „Zuhause der Zukunft“ ist die Kirche, die nicht nur aus hübschem Gemäuer besteht, sondern auch Ort der Gemeinschaft, der Besinnung, des Trostes und der Zuversicht ist. Die Wahl des Mottos war natürlich nicht willkürlich, wird an der Kerb (Kirchweih) doch der Geburtstag der Kirche gefeiert. Unter musikalischer Begleitung des Gesangvereins Wallau und der Wiesbadener Taunusmusikanten feierte die Gemeinde einen festlichen und fröhlichen Gottesdienst, der passenderweise mit dem wie eine Lokomotive klingenden Stück „Chattanooga-Choo-Choo“ endete – startete doch nach einer kurzen Mittagspause um 13.30 Uhr der Kerbe-Umzug vom IKEA-Parkplatz aus.

Begleiten die Wiesbadener Taunusmusikanten doch schon seit vielen Jahren die Wallauer Kerb, so gab es dieses Mal doch noch eine Premiere: Die Musiker hatten die Ehre und das Vergnügen, mit der Zugnummer 1 den Kerbe-Umzug und damit auch die Kutsche mit Kerbe-Vater und Kerbe-Mutter quer durch Wallau zu führen. Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder: Petrus muss ein Wallauer sein! Denn genau zum Start des Umzugs blickte die Sonne hinter den Wolken hervor und brachte die Zugteilnehmer und Zuschauer gehörig ins Schwitzen. Höhepunkt des Umzuges war der Stopp an der Kirche, an dem die Kerbe-Eltern in ihrer jährlichen Ansprache die großen und kleinen Wallauer Ereignisse des vergangenen Jahres aufs Korn nahmen.

Im Anschluss an die Rede sorgten die Wiesbadener Taunusmusikanten gemeinsam mit den Wallauer Ländchesmusikanten für großartige Stimmung bei Kerbegesellschaft und Publikum. Danach war der kurze Weg zum Kerbeplatz schnell absolviert, und der obligatorische Einmarsch ins Kerbezelt wurde vom Applaus der Kerbebesucher begleitetet. Nach weiteren drei Stimmungs-Hits verabschiedeten sich die Wiesbadener Taunusmusikanten mit dem „Trompeten-Echo“ nach einem anstrengenden, aber sehr stimmungsvollen Tag voller Musik.