Heißer Auftritt bei kühlen Temperaturen

Am Samstag vor Pfingsten ging es für die Wiesbadener Taunusmusikanten ins Kohlheck nach Wiesbaden. Die dortige Kerbegesellschaft feierte am dortigen Forum ihre Kerb mit allerlei Kulinarischem und mit den Aktiven der Wiesbadener Taunusmusikanten.

Um 18 Uhr startete der kürzeste Umzug, an dem die Wiesbadener Taunusmusikanten seit ihrer Gründung teilgenommen haben. Rund 100 Meter ging es vom Festgelände zum Haus des 1. Vorsitzenden der Kohlhecker Kerbegesellschaft, um diesen dort nach einem kurzen Umtrunk abzuholen – für diese Wegstrecke wurde genau ein Lied benötigt.

Auf dem Rückweg zum Festplatz stieg die „Lieddichte“ dramatisch an: Nach 20 Metern durften sich die Anwohner des Pflegeheims „Lorenz-Werthmann-Haus“, die dem kleinen Umzug vom Balkon aus zusahen, über ein extra für sie gespieltes Ständchen freuen. Mit viel Applaus wurden die 31 Musikerinnen und Musiker verabschiedet und erfreuten nur 30 Meter weiter die Besucher einer Gaststätte samt Personal mit einem weiteren Stück. Hier wurde sich zünftig mit Obstler und Schnäppschen verabschiedet und die Taunusmusikanten traten den Rückweg zum Forum Kohlheck an.

Dort angekommen spielten die Wiesbadener Taunusmusikanten vor gut besetzten Bänken bis 22 Uhr im idyllischen Ambiente. Für die letzten zwei Stücke rückten die Taunusmusikanten schließlich noch dem verbliebenen Publikum auf „die Pelle“. Unter lautem Klatschen, Johlen und „Zugabe“-Rufen ging ein langer, aber vergnüglicher Auftritt mit 20 Minuten „Verspätung“ zu Ende. Doch wer kann zu einem so gut aufgelegten Publikum schon „Nein“ sagen?

Für ein aktives Mitglied war es gleichzeitig der vorerst letzte Auftritt mit den Taunusmusikanten: Reinhard legt nach rund 30 Jahren eine Pause ein. Für sein langjähriges Engagement – nicht nur als Musiker, sondern auch im Vorstand der Taunusmusikanten – bedankten sich der Vorsitzende Horst Kromer mit einem kleinen Geschenk und seine musikalischen Freunde mit einem herzlichen Applaus. Freuen würden sich alle Aktiven, wenn sich in naher Zukunft ein Wiedersehen, vielleicht auch musikalischer Art, mit einem der am längsten aktiven Mitglieder der Taunusmusikanten gäbe! Wir sagen nicht „Tschüss!“, sondern „Auf Wiedersehen!“